Drehorgel-Rolf und Hafenverein machen
gemeinsame Sache

Ostdeutsches Original unternimmt Stippvisite
am Peenestrom

Anzeigenkurier  Anklam 10. 3. 2005:

Kamp (EB). Schnee und Eis konnten Drehorgel-Rolf in der vergangenen Woche nicht davon abhalten, im Kamper Hafen vor Anker zu gehen. Schließlich plant er im März 2006 eine Welttournee, die langfristig vorbereitet werden muß. Und da er in Neubrandenburg auf Werbetour war, stand ein Abstecher an den Peenestrom bereits im Terminkalender. Start dieser Rallye wird in Kamp vor der Kulisse der historischen Karniner Brücke sein – dann folgen die Städte Kairo – Khartoum – und Kapstadt. Gemeinsam mit dem Hafenverein Kamp und der Firma Biomalz soll die Trabi-Werbetour im östlichsten Osten starten.  Der Vorstand des Hafenvereins, so versicherte Vereinschef Siegfried Henck, findet die Idee ganz toll und so wurden in der vergangenen Woche gemeinsam erste Pläne geschmiedet.
Sollte man den Trabi besser mit dem Schiff transportieren oder schwimmen lassen, mit dem Kran auf einen Ponton hieven, auf die Karniner Brücke steigen oder, oder, oder. Ideen kamen eine Menge zusammen, die sich nicht nur darauf beschränkten, dem Aktionskünstler  D-Rolf eine tolle Tour zu wünschen. Vielmehr wolle man die ostvorpommersche Region über Kreisgrenzen hinaus bekannt machen.  

 
   
   
   





 









   





 


D-Rolf erkennt trotz des verschneiten Hafens Visionen und kommentiert, daß „es bereits abenteuerlich sei, erst einmal nach Kamp zu fahren“. Und er meint mit einem Augenzwinkern: „Südafrika kennt jeder, aber wer kennt schon Kamp!“ Sein Slogan soll diesmal sein: „Wir starten schon dort, wo andere niemals hinkommen.“ Für seinen Rallye-Start sucht

D-Rolf übrigens noch händeringend einen Trabant-Kombi. Wer ein solches Exemplar abgeben will, kann sich gerne mit dem begeisterten Trabi-Fahrer über die Internet-Seite  www.D-ROLF.com in Verbindung setzen. Ein Trabi ist für die Weltreise vorhanden, der zweite fehlt noch. Man wolle mit zwei Trabis und drei Fahrern die Strecke bis nach Kapstadt zurücklegen.

Das ostdeutsche Original aus Halle steht bereits mit 12 Einträgen im Guinness-Buch der Rekorde. Immer wieder läßt er sich Neues einfallen, um den Osten Deutschlands bekanntzumachen. Der Kamper Hafenverein steht hinter diesem Vorhaben und wird weiter mit D-Rolf in Verbindung bleiben. Auf der jüngsten Mitgliederversammlung am Freitagabend erklärten die Vereinsmitglieder, daß sie diese Aktion mit Drehorgel-Rolf unterstützen. Doch vorerst will sich der Hafenverein um weitere Veranstaltungen im Jahre 2005 kümmern. So wird es am Ostersamstag wieder ein Osterfeuer im Hafengelände geben. Weiterhin soll das 4. Kamper Hafenfest am 8. und 9. Juli stattfinden. Außerdem steht ganz oben auf der Terminplanung der Kamper die Vorbereitung auf das zehnjährige Vereinsjubiläum im August diesen Jahres.  Neben einem Konzert am Vorabend des Jubiläums wird eine gemeinsame Schiffstour organisiert. Vereinschef Siegfried Henck ist besonders darüber erfreut, daß der Hafenverein nicht alleine dasteht, sondern daß sich im Laufe des vergangenen Jahrzehnts Helfer, Sponsoren und Sympathisanten gefunden haben, um den Verein bei seinen Aktionen zu unterstützen.

 Entdeckungsreise

Kamp. Der Kamper Hafen liegt idyllisch am Peenestrom und ist eine Augenweide für Wassersportler und Touristen aus nah und fern. Eingebettet in das Naturschutzgebiet Anklamer Stadtbruch und mit dem herausragenden Denkmal - historische Karniner Brücke – bietet der Hafen durchaus seine Reize. Nicht immer war der Kamper Hafen ein solider Anziehungspunkt für Wassersportler. Noch vor zehn Jahren ragten marode Kaianlagen aus dem Wasser, gab es in dem verschlafenen Örtchen kaum Leben. Doch nachdem am 5. August der Hafenverein Kamp ins Leben gerufen wurde, hat sich hier am Peenestrom viel getan. Für die 30 Vereinsmitglieder um den Vereinsvorsitzenden Siegfried Henck ist das Gründungsjubiläum gegenwärtig ein Grund, in die Chronik zu schauen. Am 5. August 1995 fanden sich vierzehn Interessenten zusammen, um einen Verein zu gründen, der es ihnen ermöglicht, ihrem Hobby weiterhin zu frönen.  Die Gemeinde Bugewitz suchte damals einen Betreiber für den kleinen Hafen. Die gesamte Hafenanlage mußte gepflegt und erhalten werden, sie benötigte eine Rundumerneuerung.

Inzwischen haben die Vereinsmitglieder in zahlreichen Arbeitseinsätzen, die sie satzungsgemäß jährlich absolvieren, ein Kleinod aus dem Hafen gemacht, das mit jeder Anlage in Mecklenburg-Vorpommern niveaumäßig mithalten kann. Fördermittel des Landes M-V, des Kreises Ostvorpommern und der Gemeinde Bugewitz unterstützten außerdem den Bau eines Wasserwanderrastplatzes für Touristen aus nah und fern. Die Kamper bauten sich einen Kran und eine Slipanlage, um die Boote ordnungsgemäß ins Wasser zu bringen bzw. aus dem Wasser zu holen. Später dann konnten sie von der Sparkasse Anklam einen ausgedienten Bürocontainer übernehmen und ihn als Vereinsheim umbauen. In zahlreichen Stunden pflegten sie die Außenanlagen und jeder kann sich heute vom gepflegten Zustand der Anlagen überzeugen. Da die Kamper nicht im eigenen Saft schmoren wollen, sondern gesellig sind, organisierten sie zahlreiche kulturelle und musikalische Veranstaltungen. So wird in diesem Jahr bereits das 4. Kamper Hafenfest vorbereitet. In den Jahren zuvor kamen rund 1000 Besucher an den Peenestrom, um das maritime Flair im Hafen zu genießen. Zahlreiche Überraschungen sind vorgesehen, um den 8. und 9. Juli 2005 erneut zu einem Anziehungspunkt für Vereinsmitglieder, für Sympathisanten und Gäste zu gestalten.

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